Der Friesische Klootschießerverband (FKV) hat gemeisam mit den anderen nationalen Friesensport-Verbänden einen bedeutenden Schritt in Richtung Gleichberechtigung gemacht: Künftig dürfen auch Frauenmannschaften bei den Deutschen Meisterschaften mit fünf Werferinnen plus Ersatzwerferin an den Start gehen.
Der Vorschlag wurde vom Landesverband Schleswig-Holstein eingebracht und gilt ab sofort und somit auch schon für die kommenden Deutschen Meisterschaften in Wesselburen. Damit ziehen die Verbände mit den Regelungen im Männerbereich gleich und setzen ein klares Zeichen für faire Wettbewerbsbedingungen im Friesensport.
Der Fokus richtet sich nun auf das dritte und entscheidende Qualifikationswerfen am kommenden Samstag auf dem Segelflugplatz in Bohlenbergerfeld. Dort kämpfen mehrere Athleten und Athletinnen um die letzten Startplätze für die Deutschen Meisterschaften.
Die Ausgangslage verspricht Hochspannung: Während einige Akteure ihre Tickets bereits gelöst haben, geht es für andere um die letzte Chance, sich für den FKV-Kader zu empfehlen.
Auch bereits qualifizierte Athletinnen wie z.B. Lene Gerjets aus Etzel verzichten nicht auf ihren Start. Sie nutzen das abschließende Werfen, um ihre Form weiter zu stabilisieren und sich optimal auf die Meisterschaften vorzubereiten.
Mit der neuen Regelung unterstreicht der FKV, dass Tradition und Weiterentwicklung im Friesensport kein Widerspruch sind. Die Gleichstellung von Frauen und Männern im Mannschaftsformat ist ein wichtiger Schritt, um den Sport nachhaltig zu stärken und weiterzuentwickeln.
Gleichzeitig sorgt das bevorstehende Qualifikationswerfen für zusätzliche Spannung und Emotionen – denn in Bohlenbergerfeld entscheidet sich, wer den Sprung zu den Deutschen Meisterschaften schafft.
Da es aufgrund der neuen Regelung noch zu Disziplinverschiebungen innerhalb des Gesamtkaders kommen kann, wird der finale FKV-Kader am kommenden Samstag in Schweinebrück bekanntgegeben.