„Waterkant“ Theener krönt Märchensaison – „Noord“ Norden verteidigt Titel in extrem ausgeglichener Frauen-Konkurrenz
Das Finale der Mannschaftsmeisterschaften des Friesischen Klootschießerverbandes in Werdum bot alles, was den Friesensport ausmacht: Spannung, überraschende Wendungen – und am Ende verdiente Champions.
Ein Blick auf die nackten Zahlen des FKV-Finales zeigt deutlich, wer auf der Power-Strecke ablieferte – und wer nicht.
“Waterkant” krönte seine überragende Saison mit dem ersten FKV-Titelgewinn. Bereits zur Wende lag der Landesliga-Aufsteiger mit 94 Würfen und 243 Metern mit sechs Wurf Vorsprung auf die Konkurrenz klar in Front und bestätigte diese Dominanz im Ziel mit 177 Würfen und 421 Metern. Eine konstant starke Leistung in allen Mannschaftsteilen brachte verdient den Titel.
Titelverteidiger Leegmoor sicherte sich Rang zwei. Zur Wende standen für die Auricher 100 Würfe und 445 Meter zu Buche, im Ziel waren es schließlich 188 Würfe und 561 Meter. Eine solide Vorstellung zwar– doch der Abstand zu Theener war deutlich.
Ersatzgeschwächte Halsbeker, die ohne Reiner Hilljegerdes antraten, zeigten eine kämpferische Leistung. Mit 103 Würfen und 340 Metern zur Wende sowie 197 Würfen und 604 Metern im Ziel fehlte jedoch die Konstanz für eine bessere Platzierung als Platz 5.
Rekordsieger Pfalzdorf enttäuschte trotz Rang drei. Zur Wende kam das Team auf 104 Würfe und 404 Meter, im Ziel auf 192 Würfe und 378 Meter. Nur knapp mit einem Wurf Vorsprung vor Halsbek konnte der ostfriesische Landesmeister den Podestplatz sichern.
Bredehorn erreichte mit 104 Würfen und 377 Metern zur Wende sowie 195 Würfen und 528 Metern im Ziel Rang vier.
Spohle belegte den sechsten Platz. 105 Würfe und 243 Meter zur Wende sowie 197 Würfe und 317 Meter im Ziel zeigen, dass das Team auf der anspruchsvollen Strecke nicht mithalten konnte.
Noord Norden setzt sich hauchdünn durch und sicherte sich mit einem minimalen Vorsprung den Titel.
Zur Wende war der Wettbewerb noch völlig. Alle Teams lagen hier nahezu gleichauf, Leistungsunterschiede waren kaum messbar. Mit Südarle, Schweinebrück und Reitland wendeten jeweils mit 5.0 Runden, Kreuzmoor-Behausen benötigte 5.1 Durchgänge, während Norden sich nach 5.2 Runden auf die Rücktour begab. Doch Norden präsentierte sich konstant und behielt die Nerven. S
Im Ziel spitzte sich das Duell dramatisch zu. Norden brachte den Wettkampf mit 83 Wurf und 210 Metern ins Ziel. Rahe blieb mit 83 Wurf und 52 Metern nur hauchdünn dahinter und musste sich somit knapp geschlagen geben. Südarle erreichte mit 84 Wurf und 156 Metern Rang drei – mit lediglich einem Wurf Rückstand auf die beiden Erstplatzierten. Wiederum jeweils einen Wurf dahinter mussten sich die oldenburgischen Vertreter aus Schweinebrück und Reitland mit 85 Würfen mit Rang vier und fünf begnügen. Kreuzmoor-Bekhausen ging auf der Rücktour die Luft aus – mit 95 Gesamtwürfen wurde man abgeschlagen sechster im Gesamtklassement.
Das Finale entwickelte sich somit zu einem echten Krimi und war beste Werbung für den Friesensport. Fünf Teams auf nahezu Augenhöhe, minimale Abstände und eine Entscheidung erst auf den letzten Metern – mehr Spannung geht kaum.